Übersicht der Routen
Zusätzliche Info & GPS-Files im Internet: Region Vogelsberg Touristik - Hessens Mitte

WO DAS "STÖFFCHE" WÄCHST -
Die Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute im Wetteraukreis
Vor den Toren Frankfurts beginnt die Wetterau. Sie ist eine Art Balkon mit Blick auf den Taunus im Westen und das weite Vorland des Vogelsberges im Nordosten.
Beste Ackerböden, Flußauen und ausgedehnte Obstwiesen mit berühmten Lagen, uriger Gastronomie und beschaulichen Dörfern prägen die westliche Wetterau.
Den östlichen Bereich, das Tor zum Vogelsberg, charakterisieren sanfte, sonnenüberflutete Hügel. Je näher man dem Hohen Vogelsberg kommt, umso mächtiger sind die Bergwellen, umso tiefer eingeschnitten die Täler. Hier geht die Wetterau in den Vogelsberg über, mit aussichtsreichen Höhen und wunderschönen Waldpassagen. Die Obstwiesen umgeben wie ein Gürtel die kleinen Dörfer, viele darunter mit Fachwerkkernen.
Der Wetteraukreis zählt zu den streuobstreichsten Gebieten in Hessen. Ganze 220.000 der hochstämmigen, teils betagten Obst- und Apfelbäume wachsen hier. Es ist ein Landstrich, wo das "Stöffche" wächst. Jener süffige Äppelwoi, der die Geschmackssinne anregt und den Genießer zum Sprechen bringt.
In der Heimat des "Äppelwois" bestimmt der Apfel eine ganze Produktpalette. Als Tafelobst, getrocknet als Knabberei, auf Kuchen oder als Kompott und natürlich gekeltert. Frisch gepresst heißt er "Süsser", einige Tage später wird er zum "Rauscher" und fertig vergoren ist er ein feines "Stöffche", der im "Bembel" ausgeschenkt und im "Gerippte" getrunken wird.
Darüber hinaus zählen die Obstwiesen mit ihren zahlreichen hochstämmigen Obstbäumen in unserer Kulturlandschaft zu den artenreichsten Lebensräumen für Tier- und Pflanzenarten. Die Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute will zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Obstwiesen im "Vorbeifahren" oder "Erwandern" beitragen.
So werden zum Durchstreifen der Wetterau eigens acht neu entwickelte und komplett durchmarkierte Apfelwein- und Obstwiesenrouten angeboten. Sie sind durchweg gut ausgeschildert mit dem markanten roten Apfel und dem umlaufenden grünen Pfeil. Alle Wege verlaufen auf Asphalt oder gut ausgebauten Land- und Forstwirtschaftswegen.
So vielfältig wie sich der Wetteraukreis gestaltet, präsentieren sich auch die einzelnen Rundschleifen der Apfelwein- und Obstwiesenroute.
Im Süden vor den Toren Frankfurts treten Sie mit der Schleife "Goldenes Tor zur Wetterau - Quellen, Äpfel und Kultur" in unsere Region ein. Es erwartet Sie Landschaft, Obstwiesen sowie die beiden Städte Bad Vilbel und Karben.
In der "Wetterauer Mitte" rund um die Kreisstadt Friedberg erleben Sie, wie im Schutz des Taunus an den sonnigen Südostausläufern herrliche Obstgärten beispielsweise mit Ockstädter Kirschen gedeihen. Aber auch die historische Altstadt und Burg von Friedberg und die fruchtbare Aue von Nidda und Wetter laden zum Verweilen ein.
Geprägt vom Taunus, der Geschichte der Kelten und Römer sowie von der Münzenburg und dem Jugendstil, präsentiert sich die Schleife "Eine Burg, eine Perle und viele Rosen" im nordwestlichen Teil der Wetterau. Die herrliche Landschaft und die bekannten Städte Bad Nauheim, Butzbach und Münzenberg machen einen Besuch unvergesslich.
Der östliche Teil des Wetteraukreises führt zum größten Vulkan Europas. Wasserreich präsentiert sich die Rundschleife durch das Nidder-, Bleichen- und Seemenbachtal. Darüber hinaus ist diese Schleife eine Zeitreise durch die Geschichte. Wir besuchen sowohl die Kelten in Glauburg, die Römer in Limeshain und das Mittelalter wird in der historischen Altstadt von Büdingen lebendig.
Das prägende Wasser des Vogelsbergs spielt bei der Route "Tor zum Vogelsberg" eine Rundschleife um Nidda, entlang des gleichnamigen Flusses sowie im romantischen Kurbad Bad Salzhausen eine Hauptrolle.
Dafür präsentiert die Höhentour zwischen Nidda- und Niddertal sowie rund um Ortenberg die Dynamik des Vulkans mit fantastischen Ausblicken und waldreichen Passagen.
Für die ganze Familie bieten sich die Attraktionen auf der Schleife "Schlösser, Hügel und ein See" um Gedern und Hirzenhain an. Sei es nun Badespaß am Gederner See, Kultur und Geschichte am Schloss, Märchen in Merkenfritz oder Industriegeschichte und Eisenkunstguss in Hirzenhain, ein Besuch lohnt sich immer.
Die ausgeschilderten Rundschleifen und die ergänzenden Nebenrouten führen Sie auf ausgesuchten Wegen vorbei an den vielfältigen Mitgliedsbetrieben der Apfelwein- und Obstwiesenroute, wie gastronomische Betriebe, Direktvermarkter, Museen, Naturschutz-, Obst- und Gartenbauvereine, traditionelle Handwerksbetriebe sowie Bäckereien und Metzgereien und durch wunderschöne Landschaften zurück zu Ihrem Ausgangspunkt. Aber auch durch zahlreiche saisonale Aktionen wie Keltervorführungen, Erntedank-, Apfel- oder Blütenfeste, Kutschfahrten oder Naturerkundungen können Naturfreunde alles rund ums "Stöffche" erfahren. Die Routen sind unterschiedlich lang: Zwischen 20 und 45 km. Anbindungen an den ÖPNV sowie Parkmöglichkeiten sind sehr gut. Darüber hinaus schließen die Rundschleifen an Erlebnisrouten, wie der Vulkanradweg, der Niddauferweg, die Kelten- und Limesroute, die Radfernwege R4 und R6, der Rosenradweg, die Bonifatiusroute und weiteren Routen an. Über diese Routen können auch die anderen Apfelwein- und Obstwiesenrundschleifen in der Wetterau sowie die Routen der Nachbarkreise erreicht werden.
Genießen sie im Wetteraukreis eines der dichtesten Radroutennetze in Hessen sowie die Gastfreundschaft der heimischen Gastronomie mit hausgekelterten Schoppen und zünftigen Speisen.
